Ich: Was würde Mutter Erde den Menschen sagen, wenn sie sprechen könnte?

Mein Gesprächspartner ist ein sehr großes Wesen mit einer sehr großen Energie. Dieser Spirit sieht wenig menschlich aus, er erinnert mich eher an diese großen Wesen bei den Fraggles oder das Krümelmonster bei der Sesamstraße in groß. Aber es ist nicht böse und verhält sich ziemlich neutral. Es strahlt Größe, Ehrwürdigkeit, Ruhe und Langsamkeit aus. Es muss sich erst an meine Geschwindigkeit anpassen. Am Anfang bewegt es sich in Zeitlupe. Da werde ich ja nie fertig! Aber dann wird es schneller. Zunächst sehe ich nur energetische Bewegungen, es malt Striche in den Boden und eine liegende Acht in die Luft. Das Unendlichkeitszeichen? Dann wirbelt es Sterne in die Luft und behält einen Stern in der Hand. Es zeigt mir den Stern. Daran ist ein kleiner Punkt. Das ist die Erde. Das soll wohl noch mal betonen, dass in diesem Riesenuniversum die Erde nur ein kleiner Punkt ist. Das Wesen nimmt diesen Punkt zwischen die Finger, schaut ihn an, spricht fürsorglich mit ihm und stellt ihm meine Frage. Es ist wohl so eine Art Betreuer der Erde. Die Erde antwortet etwas, ich höre einen klagenden Tonfall. Dann hält das Wesen mir die Erde vors Gesicht, jetzt ist sie so groß wie ein Fußball.

Die Erde sagt zu mir: Ich habe Schmerzen. Ich habe Löcher an einigen Stellen.

Ich: Warum hast du Schmerzen?

Erde: Die Menschen sind wie Parasiten. Sie sind eine Last für mich. Sie erschöpfen mich. Ich möchte sie loswerden. Aber es geht nicht. Ich kann mich nicht kratzen. Ich muss sie ertragen.

Ich: Was wünschst du dir von den Menschen?

Erde: Sie sollen endlich mal Ruhe geben. Sie sollen aufhören, an mir herum zu kratzen. Mir ist ganz heiß. Sie sollen weniger werden. Es sind einfach zu viele. Überall juckt und kribbelt es. Ich sehe sie nicht als einzelne Menschen, sondern als Ganzes. [Das heißt wohl, dass die Erde Menschen nicht im Detail wahrnehmen kann.] Sie hören einfach nicht auf. Und es werden immer mehr. Das erschöpft mich. Sie sollen mich so lassen, wie ich bin.

Die Erde wird wütend und schreit: Lasst mich in Ruhe! Sie bringen mich nicht um, aber sie nerven mich. Ich kann nur abwarten, bis sie irgendwann verschwunden sind.

Ich: Aber du hast uns doch erschaffen?

Ich spüre Widerstand bei der Erde.

Erde: Nicht direkt. Du sprichst gerade mit dem Planeten Erde. Die Tiere und Pflanzen sind eine organische Schicht, ähnlich wie die Haut beim Menschen. Das ist wieder ein eigenes System, auf das ich als Planet nicht direkt Einfluss habe. Und darin kann sich auch mal etwas ungünstig entwickeln, wie zum Beispiel Menschen. Etwas, das sich nicht einfügt und nicht anpasst. Etwas, das heraussticht.

Ich: Aber wie kommt das?

Erde: Das liegt in der Natur der Sache, in den Naturgesetzen. Es ist darin enthalten. So etwas kann halt passieren. Es ist wie wenn sich zwei Schwingungen übereinander legen und dann noch stärker schwingen. Manchmal zu stark.

Ich: Und du glaubst, dass die Menschen irgendwann wieder verschwinden?

Erde: Ich hoffe es. Irgendwann ist das Maximum erreicht und dann kehrt es sich um.

Ich: Wann ist das?

Erde: Das dauert noch lange.

Ich: Es heißt immer „Mutter Erde liebt die Menschen.“

Erde: Da musst du mit der Natur sprechen. Ich bin der Planet Erde.

Ich: Aber irgendwie gehört doch alles zusammen?

Erde: Ja, so wie deine Haut zu dir gehört. Aber du weißt doch auch nicht, was deine Haut denkt.

Ich: Hast du einen Wunsch an mich?

Erde (resigniert): Gib das weiter an die anderen Menschen.

Ich: Okay.

Dann muss ich wohl auch noch mit dem Spirit der Natur sprechen. Ich bedanke und verabschiede mich. Das Interview mit dem Spirit der Natur findest du unter „Was möchte die Natur uns sagen?„.

Begriffe wie „Schmerzen“ oder „Kribbeln“ sind nicht neurologisch zu verstehen, sondern der Versuch, uns mitzuteilen, wie sich die Erde „fühlt“. Da sie und die Menschen unterschiedliche Wahrnehmungen und Voraussetzungen haben, hat sich ihr Empfinden in Begriffen gezeigt, die wir kennen und uns vorstellen können.

Was möchte die Erde uns sagen?

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