Wolken am Nachthimmel, die im Mondschein die Form eines Einhorns haben

Seit etwa 25 Jahren schreibe ich meine Träume auf und analysiere sie. Ich habe schon Vieles gelernt und entdeckt, aber noch lange nicht alles. Bei meinem heutigen Interview kam ich dem Geheimnis der Träume noch weiter auf die Spur.

Zuerst hatte ich ein persönliches Thema angesprochen, bei dem ein Spirit erschien, der sich so anfühlte wie eine Person in meinem Traum der letzten Nacht.

Ich: Taucht ihr Spirits auch in unseren Träumen auf?

Spirit: Ja.

Ich: Wie viele von den Traumfiguren in meinen Träumen sind Spirits und keine Anteile von meiner Persönlichkeit?

Spirit: Etwa 20%. Bei manchen Menschen ist es nur etwa 1%, das kommt darauf an, wie offen sie uns gegenüber sind.

Ich: Und was macht ihr in unseren Träumen?

Spirit: Wir schauen, ob alles in Ordnung ist. Wir geben Halt. Und wir unterhalten uns mit euch.

Ich: Dann haben ja schon viele Menschen Kontakt zu euch. Ihr sagt doch immer, zu wenige Menschen hätten Kontakt zu euch.

Spirit: Ja klar, aber dieser Kontakt ist nicht bewusst. Uns geht es ja um das Bewusstsein, also den bewussten Kontakt.

Ich: Wo seid ihr, wenn jemand Albträume hat? Warum beschützt ihr ihn nicht?

Spirit: Manche drängen uns weg und sehen nur ihre Ängste.

Ich: Ich habe mal eine indische Gottheit im Traum als Schutz erlebt.

Spirit: Man muss den Kontakt zu uns zulassen können, sonst können wir auch nichts machen. Wir sind aber immer da. Je nachdem, wie offen uns gegenüber jemand ist, sind wir eher im Hintergrund oder im Vordergrund.

Ich: Manchmal bekomme ich auch Glücksgefühle in Träumen.

Spirit: Die kommen von deiner Seele. Dann ist sie gerade zufrieden.

Ich: Was bedeuten die restlichen 80% im Traum?

Spirit: Da sind oft Tiere. Das sind Helfer.

Ich: Und wenn die Tiere mich angreifen?

Spirit: Das ist nur gespielt. Sie wollen dich provozieren, aus der Reserve locken.

Ich: Und woher weiß ich, was sie mir entlocken wollen?

Spirit: Dein Unterbewusstsein weiß Bescheid.

Ich: Aber ist es nicht besser, das ins Bewusstsein zu holen, damit man etwas verändern kann?

Spirit: Das kommt wieder auf den Menschen an und ob er bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen.

Ich: Was haltet ihr von luzidem Träumen? [Luzides Träumen – auch „Klarträumen“ genannt- kann man trainieren. Man ist sich dann während des Traums bewusst darüber, dass man träumt, und kann in den Traum eingreifen und ihn verändern. Viele nutzen dann zum Beispiel die Gelegenheit zum Fliegen. Bei Menschen mit einem besonders weit entwickelten Bewusstsein sollen luzide Träume von allein und ohne spezielles Training erscheinen. Meditation kann luzides Träumen auch fördern.]

Spirit: Ich wusste, dass diese Frage kommt. Seid nicht so ungeduldig, ihr müsst nicht immer alles beschleunigen. Menschen sind für solche Experimente zu begeistern, aber das ist für Fortgeschrittene.

Ich: Außer Tieren gibt es ja noch viele andere Traumelemente. Was bedeuten sie?

Spirit: Sie stehen für ganz archaische Grundbedürfnisse: Essen, Sex, Bewegung. Der Körper arbeitet Tag und Nacht und hat seine Triebe. Nachts werden diese Triebe virtuell erfüllt, um das System aufrecht zu erhalten. Es muss immer weiterlaufen.

Ich: Welche Elemente gibt es noch?

Spirit: Soziale Beziehungen werden gezeigt, die heilenden Energien deines Körpers werden sichtbar gemacht und Sinneseindrücke bzw. Emotionen werden verarbeitet. Die letzten beiden gehören untrennbar zusammen.

Ich: Können Emotionen nicht auch unabhängig von Sinneseindrücken entstehen?

Spirit: Nein. Es ist dasselbe. Sie werden gespeichert und können irgendwann hochkommen, aber der Ursprung ist immer eine Sinneswahrnehmung.

Ich: Deshalb ist es so wichtig, seine Umgebung und damit die Sinneseindrücke gut zu wählen.

Spirit: Ja.

Ich: Das bedeutet, dass unsere Emotionen aus unserer Umwelt bestehen bzw. daraus, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und interpetieren?

Spirit: Ja, die Wahrnehmung und Interpretation spielen die entscheidende Rolle. Sie sind bei jedem Menschen anders, sonst würden ja alle dasselbe fühlen, die dieselben Sinneseindrücke haben.

Ich: Und woher kommt die Wahrnehmung bzw. Interpretation?

Spirit: Sie ist zum Teil angeboren, zum Teil erlernt.

Ich: Wie viel kann ich davon zum Beispiel durch mentale Techniken verändern?

Spirit: Etwa 40%.

Ich: Nicht mehr?

Spirit: Der Rest ist manifestiert in deinem Körper, es ist die Substanz, aus der du bestehst.

Ich: Das heißt, 60% sind fest in meinem Körper gespeichert? Also besteht mein Körper praktisch aus manifestierten Wahrnehmungen? Und sonst nichts?

Spirit: Ja.

Ich: Aber Gene sind doch veränderbar. Kann ich die Materie nicht doch irgendwie verändern?

Spirit: Wenn du mehr als die 40% verändern wolltest, müsstest du in ein anderes Land, eine andere Gesellschaft ziehen und deine Prägung komplett vergessen. Niemand wechselt zu 100% seine Identität. Schon gar nicht im Unterbewusstsein. Dazu kommen die Erinnerungen deiner Vorfahren, die auch in dir gespeichert sind. Du müsstest deine Vergangenheit und die Vergangenheit deiner Ahnen komplett auslöschen.

Ich: Hm, kompliziert. Das muss ich erst mal wirken lassen. Möchtet ihr noch etwas über Träume sagen?

Spirit: Manipuliere nicht daran herum. Ihr Wirken hat einen Sinn.

Ich bedanke und verabschiede mich.

Das Geheimnis der Träume

Beitragsnavigation


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

10 − neun =