Eigentlich wollte ich nur wissen, was Tiere denken und fühlen. Ich ahnte nicht, dass unser Gespräch darauf hinauslaufen würde, was der zentrale wichtigste Punkt beim Umweltschutz und dem Überleben auf der Erde für Mensch und Natur ist … Da das Interview etwas länger geworden ist, habe ich es in zwei Teile geteilt. Hier im ersten Teil geht es darum, was Tiere denken. Im zweiten Teil unter „Was unsere wichtigste Aufgabe ist“ geht es um das menschliche Denken und Handeln beim Erhalt unserer Erde.

Ich: Was würden Haustiere zu Menschen sagen, wenn sie sprechen könnten?

Spirit: Das ist natürlich von Tier zu Tier sehr unterschiedlich. Generell denken sie nicht so nach wie die Menschen, also nicht über den Sinn des Lebens, philosophisch  etc. Sie denken eher praktisch, zum Beispiel sehr viel an Futterbeschaffung. Hunde empfinden übrigens auch große Liebe für ihr Herrchen/ Frauchen. Sie denken oft darüber nach, welche Situationen gefährlich sein könnten und wie sie ihre Besitzer beschützen.

Ich: Über was denken Katzen nach?

Spirit: Katzen denken sich gerne Tricks aus, zum Beispiel, wie sie Mäuse oder auch ihre Futtergeber austricksen. Da sie viel schlafen, träumen sie viel, anstatt zu denken.

Ich: Was bedeutet ihnen das Frauchen/ Herrchen?

Spirit: Auf jeden Fall nicht so viel wie ihre Freiheit. Wenn es Katzen sind, die ins Freie dürfen, ist ihnen das wichtiger als der Mensch. Wenn sie nur im Haus sind, haben sie diesen Freiheitsdrang auch noch, aber er ist sehr stark gebremst. Dadurch entwickeln sie manchmal etwas „verrückte“ Verhaltensweisen. Und sie weichen auf Schmusen und Fressen als Ersatz aus. Aber sobald sie raus können, werden sie das vorziehen. Sie haben nicht so ein Verantwortungsgefühl gegenüber Menschen wie Hunde. Sie haben verschmuste Phasen, aber auf die Jagd gehen ist normalerweis interessanter bei frei laufenden Katzen.

Ich: Wie ist das bei Pferden?

Spirit: Da ist die Herde das Wichtigste. Der Mensch gehört nicht dazu. Aber er wird schon ernst genommen, weil er für Futter und Anderes sorgt. Und Fressen spielt eine Hauptrolle. Der Freiheitsdrang ist nicht so groß wie bei Katzen, da es wichtiger ist, bei der Herde zu bleiben. Hamster, Meerschweinchen und andere Kleintiere haben noch weniger soziale Interaktion mit dem Menschen. Bei ihnen stehen vor allem das Fressen, eventuell die Herde und der Schutz im Vordergrund. Sie müssen das Gefühl haben, dass sie sich bei Gefahr verkriechen können.

Ich: Sind Haustiere glücklich in ihrem Leben, wenn sie artgerecht gehalten werden?

Spirit: Normalerweise schon. Tiere sind generell zufriedener als Menschen, eben weil sie nicht so viel grübeln. Sie sind pragmatischer. Im Vergleich zu Menschen jammern oder grübeln sie nicht so viel, sondern handeln lieber gleich. Wenn das nichts bringt, geben sie Laute von sich, wie zum Beispiel, wenn sie eingesperrt sind. Das ist aber weniger ein Jammern, sondern eher ein Hilferuf.

Ich: Es gibt aber auch depressive Tiere.

Spirit: Alle Haustiere, die „menschliche“ Probleme haben, übernehmen die Last ihrer Besitzer. Normalerweise werden sie in der Natur nicht depressiv. Das würde das Überleben gefährden. Das können sie sich gar nicht leisten.

Was denken und fühlen Tiere?

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