Ein Frosch sitzt auf einem Stein

Magst du Kröten oder findest du sie eklig? Würdest du sie anfassen oder lieber weit weg in den Schlamm werfen? Das ist eine beliebte Taktik von uns Menschen: Was uns abschreckt, lassen wir am liebsten möglichst schnell verschwinden. Was ist aber, wenn am Ende nichts mehr übrig bleibt?

Ich sehe sehr hohes Gras. Jemand geht hindurch und kommt auf mich zu. Es ist ein männlicher Spirit. Er gibt mir eine Kröte auf meine Hand. Ich schaue die Kröte an, da löst sie sich in Nichts auf. Nun schleichen noch mehr Spirits durch das Gras, das anscheinend in Wasser wächst. Sie tragen Tropenhelme und suchen etwas. Nach und nach fangen sie noch mehr Kröten und geben sie mir. Jedes Mal verschwinden die Kröten auf meiner Hand.

Ich überlege, was dieses Szenario mir sagen soll.

Ich: Geht es um das Artensterben?

Plötzlich richten sich drei männliche Spirits auf, drehen sich zu mir um und starren mich an. Es wirkt sehr ernst und dramatisch. Sie sagen nichts und schauen mich nur eindringlich an. Es hat etwas von einem abstrakten Theaterstück. Aber es fühlt sich ernster an, fast schon bedrohlich. Daraus wird eine Schweigeminute. Dieses Schweigen und ihre Blicke wirken mehr als 1000 Worte.

Dann wenden sich die Spirits wieder ab und suchen weiter nach Kröten. Wenn sie eine finden, geben sie sie mir und es geht so weiter wie zuvor.

Ich unterbreche sie: Warum Kröten?

Spirit : Sie sitzen versteckt im Schlamm und sind glitschig, genauso wie eure versteckten Themen, die ihr nicht sehen wollt.

Ich: Und warum lösen sie sich auf?

Spirit: Sie lösen sich auf wie zur Zeit viele Arten in der Natur. Wie fühlt sich das an?

Ich: Leer. Es ermüdet mich.

Ich könnte ganz plötzlich schlafen.

Spirit: Wir wollen euch keine Angst machen. Das hat keinen Sinn. Aber ihr müsst hinsehen und handeln. Es ist noch nicht zu spät. Könnte es aber bald sein. Traut euch, über euren Schatten zu springen und euer Leben umzukrempeln. Wenn ihr jetzt bewusst euer altes Leben verlasst und mit dem neuen beginnt, könnt ihr noch selbst entscheiden, wohin es geht. Wartet ihr zu lange, wird über euch entschieden. Dann werden die Naturgesetze und die Entwicklung der Situation auf der Erde über euch entscheiden. Nehmt es bitte ernst.

So ernst erlebe ich die Spirits selten.

Ich: Ich frage jetzt nicht, was wir gegen das Artensterben tun können, das steht ja überall im Internet. Oder fehlt noch was?

Spirit: Geht in Verbindung mit Tieren, aber liebevoll. Schaut sie an, sprecht mit ihnen, baute sie in euren Alltag ein. Hängt Bilder von ihnen auf oder seht euch Filme an, damit ihr nicht entfremdet von der Natur. Tiere in freier Wildbahn sind aber immer besser als im Haus. Übernehmt Patenschaften für Tiere.

Ich: Was ist mit den Pflanzen?

Spirit: Heute geht es um die Tiere. Pflanzen sind zum Teil ihre Nahrungsgrundlage. Das spielt natürlich auch eine Rolle. Aber es geht heute um eure Liebe zu Tieren. Ihr seid einen Teil von ihnen. Sie sind eure Familie. Behandelt sie auch so. Das ist für heute alles. Es gibt nichts mehr zu sagen, nichts drumherum zu reden. Die Message ist klar.

Ich: Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen so viele Probleme mit sich selbst haben, dass sie keine Energie mehr für Umweltprobleme haben.

Spirit: Das ist eine faule Ausrede. So kommt ihr nicht weiter. Es gibt immer einen Grund, weshalb man sich nicht um die Natur kümmern kann. Aber wenn sie weg ist, ist es zu spät. Die Menschen müssen erkennen, was die wirklichen Probleme sind. Das ist nicht der Nachbar mit seinem lauten Hund. Das ist auch nicht der Stress in der Firma. Das ist auch nicht die Trennung von der Partnerin. Das sind normale Probleme. Das Verschwinden der Natur ist ein existentielles Problem.

Es entsteht wieder Schweigen. Mehr wollen sie dazu nicht sagen.

Ich bleibe eine Weile nachdenklich und auch traurig sitzen, bevor ich mich bei Ihnen bedanke und verabschiede.

Wie sieht deine Kröte aus?

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