Für heute habe ich geplant, etwas über den Klimawandel zu fragen. Mich interessiert, wie hoch der menschliche Anteil am Klimawandel ist und wie viel man noch tun kann, um ihn zu bremsen. Aber die Spirits wollen vorher noch kurz etwas über Wasser erzählen. Vielleicht auch deshalb, weil es gerade zu dem trockenen heißen Wetter passt? Da wird einem erst mal wieder bewusst, wie wertvoll Wasser ist.

Es ist vor allem ein männlich aussehender Spirit, der mit mir spricht. Was gibt es denn so Wichtiges darüber zu erzählen?

Spirit: Wasser ist die Essenz des Lebens. Alles Leben entsteht aus dem Wasser. Daher ist die Wasserqualität sehr wichtig. Das Leben braucht reines Wasser. Ihr müsst ganz dringend darauf achten.

Ich: Was passiert, wenn wir kein sauberes Wasser haben?

Spirits: Die Menschheit wird immer mehr krank. Zuerst betrifft es die Kinder, dann auch die Erwachsenen. Auch Tiere und Pflanzen werden krank und wenn ihr euch von ihnen ernährt, werdet ihr auch wieder davon krank. So wird es immer schlimmer.

Ich: Was kann man als Einzelne/r dafür tun?

Spirit: Du kannst Organisationen unterstützen, die dafür arbeiten, das Wasser zu bewahren. Kauf und trink nur qualitativ gutes Wasser und verschmutze selbst möglichst kein Wasser.

Ich: Und wie?

Spirit: Es gibt bei euch schon viele Infos dazu. Lest diese Infos und beachtet sie. Ihr braucht auch die richtigen Gesetze.

Ich: Wie gehen wir mit trockenem Wetter um?

Spirit: Ihr müsst entsprechende Pflanzen anbauen, die Trockenheit vertragen, damit ihr nicht so viel Wasser zum Gießen verbraucht.

Ich: Ist das Thema Wasser wichtiger als der Klimawandel?

Spirit: Der kommt sowieso. Es ist gleich wichtig.

Ich: Kann man jetzt noch etwas gegen den Klimawandel tun?

Spirit: Ja, ihr könnt schon noch etwas tun. Zum Beispiel sehr viele Bäume pflanzen, Autos ohne Abgase fahren, den CO2-Ausstoß von Fabriken reduzieren etc. Ihr wisst das alles.

Ich: Ja, aber ist es realistisch, das alles umzusetzen? Werden wir das jemals schaffen?

Spirit: Ihr solltet die Hoffnung nicht aufgeben. Auch wenn sie noch so klein ist.

Ich: Aber wie bringt man Menschen zu einem wirklichen Sinneswandel?

Spirit: Mit Beharrlichkeit, Fleiß, Ausdauer und ihr müsst mit dem Herzen dabei sein. Es dauert.

Ich: Aber haben wir denn so viel Zeit?

Spirit: Es dauert so lange, wie es dauert. Dann wird sich zeigen, was man noch bewirken kann.

Ich: Als ich etwa 17 Jahre alt war, haben wir das Thema schon in der Schule durchgenommen. Es ging um den Klimagipfel. Ich dachte: Endlich wird sich etwas ändern! Und dann war ich total enttäuscht, als die Entscheidungen auf den nächsten Klimagipfel verlegt wurden. Beim nächsten Klimagipfel dachte ich: Jetzt aber! Und wieder wurden die Entscheidungen verschoben. Das ist jetzt über 20 Jahre her!! Es kann sehr ermüdend sein, wenn man sich seit 20 Jahren für den Klimaschutz einsetzt und so wenige Ergebnisse sieht.

Spirit: Du bist ja trotzdem dabeigeblieben.

Ich: Ja, aber es gab Phasen, in denen ich fast aufgegeben hätte. Es motiviert mich, dass sich jetzt so viele junge Menschen wieder dafür einsetzen. Vor einigen Jahren war das kaum ein Thema. Stattdessen erzählten die Studenten, mit denen ich zu tun hatte, nur davon, welche Flugreisen sie in diesem Jahr gemacht hatten. Da hatte ich nicht mehr viel Hoffnung und war frustriert, dass ich jahrelang selbst darauf verzichtet hatte. Das erschien mir plötzlich so sinnlos, wenn die Menschen, die wahrscheinlich länger leben als ich, selbst keinen Wert darauf legen, ihre Zukunft zu schützen. Und dann habe ich mir auch wieder Flugreisen gegönnt.

Spirit: Wenn es dich frustriert, auf das Fliegen zu verzichten, musst du Kompromisse finden.

Ich: Aber wenn jeder nur Kompromisse eingeht, reicht es doch auch wieder nicht.

Spirit: Du bist nicht entspannt. Achte auf deine Entspannung. Gönne dir auch mal etwas, das nicht 100%ig klimaschonend ist. Sonst gibst du irgendwann ganz auf. Niemand kann alles 100%ig richtig machen. Verbohrtheit nimmt dir die Energie, mit dem Klimaschutz weiterzumachen.

Ich: Gut, ich versuche es … Also ganz verhindern können wir den Klimawandel wohl nicht. Wie gehen wir denn am besten damit um?

Spirit: Zuerst einmal dürft ihr ihn nicht verleugnen. Ihr dürft nicht wegsehen, sonst werden Dinge nicht getan, die getan werden müssen. Seid realistisch und hofft nicht naiv, dass alles wieder wie früher wird. Das gilt übrigens für alles im Leben. Das Leben wandelt sich und nichts bleibt wie früher. Jeder Mensch verändert sich. Das muss man akzeptieren. Wenn man am Alten festhält, verpasst man wichtige Dinge, die jetzt zu tun sind. Die Menschen müssen global denken. Es geht nur miteinander, ihr sitzt alle im selben Boot. Das muss euch endlich klar sein bzw. werden. Du kannst das Klima nicht für dein Land vom Rest der Welt abtrennen. Es müssen globale Lösungen gefunden werden. Eine viel stärkere Zusammenarbeit ist nötig. Wissenschaftler aller Welt müssen zusammenarbeiten. Es geht nicht anders. Sonst könnt ihr es gleich lassen. Das ist eure Chance zu lernen, gemeinsam etwas zu erreichen, anstatt gegeneinander im Wettbewerb zu stehen. Das ist eure gemeinsame Aufgabe. Versemmelt es nicht [Ja, er sagt wirklich „versemmelt“.] Gemeinsam habt ihr viel Wissen und Kraft.

Ich: Und wenn ich kein Wissenschaftler bin, wie kann ich dabei mitmachen?

Spirit: Werde selbst aktiv in einer Organisation. Alles Weitere kannst du nachlesen: wenig Autofahren, Fliegen etc.

Ich: Wer ist denn nun eigentlich schuld am Klimawandel? Wie hoch ist der Anteil der Menschen daran?

Spirit: Das meiste kommt vom Menschen. Es hat ja schon mit der Industrialisierung angefangen und geht nun schon sehr lange, dass der Mensch Einfluss auf das Klima nimmt. Außerdem werden es immer mehr Menschen, die das Klima immer mehr belasten. Da könnt ihr euch nicht rausreden.

Ich: Ich hatte gehofft, dass wir nur zur Hälfte daran beteiligt sind und der andere Teil an Sonnenaktivität etc. liegt … Dann hätte ich eine weniger schlechtes Gewissen. So habe ich jetzt mehr Schuldgefühle.

Spirit: Es ist im Leben immer so, dass du auf Kosten anderer lebst. Du wirst immer in dem Konflikt sein: Ich lebe gut und dafür andere schlechter oder umgekehrt. Du isst Pflanzen und Tiere, baust Häuser aus verschiedenen Materialien, fällst dafür Bäume etc. So funktioniert das Leben. Es kommt nur darauf an, möglichst das Gleichgewicht zu wahren. Nimm nicht mehr, als du brauchst. Sei dankbar für das, was du bekommst, und verschwende es nicht.

Ich: Ich finde, dass es heute schwer zu bestimmen ist, was man wirklich braucht. Eigentlich brauche ich ja nur Essen, Kleidung und eine Wohnung. Aber in unserem Leben kommt so Vieles dazu: Verkehrsmittel, Handys, Haushaltsgeräte etc. Es ist schwer zu entscheiden, was man wirklich braucht. Und dauernd will einem jemand etwas verkaufen und einreden, was man noch alles braucht …

Spirit: Wie wir schon einmal sagten: Geh immer wieder in die Ruhe und Stille und lass deine Gedanken los. Dann spürst du, was du brauchst. Suche dir Freude in Dingen, die nicht materiell sind, zum Beispiel Freunde treffen, spazieren gehen, singen, tanzen etc.  Und für das Klima finde, wie gesagt, einen Kompromiss. Suche aktiv nach Alternativen für Fliegen, Autofahren et. Setz dich hin und sammele Ideen, die du aufschreibst. Schau sie dir immer wieder an. Du kannst dich auch mit anderen über weitere Ideen austauschen.

Ich: Das ist eine gute Idee, die ich gleich mal an die Leser weitergebe: Wenn ihr Ideen für klimafreundliche Alternativen zu euren bisherigen Gewohnheiten im Alltag habt, schreibt sie doch bitte in den Kommentar. Danke!

Spirit: Das Thema Klimawandel ist ein riesiges Thema, zu dem wir noch tagelang etwas erzählen könnten. Aber heute erst mal nur das Wichtigste.

Ich: Noch eine Frage: Wenn ich Kinder hätte, würde ich mir ja Gedanken um ihre Zukunft machen und wie sie ein schönes Leben haben können. Ich verstehe einfach nicht, wie manche Eltern regelmäßig mit ihren Kindern in den Urlaub fliegen können, obwohl doch alle schon mal etwas davon gehört haben, dass Fliegen dem Klima schadet. Wieso ändern sie nichts?

Spirit: Das kann man nicht pauschal beantworten. Manche wollen ihre Familie im Ausland besuchen. Manche tun es einfach aus Spaß. Und einigen fehlt auch die Verbindung im Gehirn von dem Wissen über das Klima und ihrem eigenen Handeln. Wieder andere haben solche Probleme mit sich selbst, dass sie gar nicht darüber nachdenken. Manche wollen auch damit angeben, wo sie schon überall waren.

Ich: Wie bringt man diese Menschen dazu, mehr über ihr Handeln nachzudenken?

Spirit: Am besten tun ihre Kinder das. Man muss es den Kindern erklären, damit sie es an die Eltern weitergeben. Sie sind noch nicht so gestresst und mit Gedanken und Problemen überladen wie die Eltern. Ansonsten könnten die Medien mehr über klimafreundliches Reisen berichten oder wie man auch zu Hause einen schönen Urlaub haben kann. Reisen wird ja sehr oft thematisiert, weil es so ein beliebtes Thema ist. Dadurch reisen Menschen mehr und wollen mehr Sendungen darüber sehen oder Artikel lesen. Ein Teufelskreis. Ein wichtiges Thema wäre auch, sich klarzumachen, warum man das Reisen braucht. Was braucht man wirklich? Was will man damit kompensieren, vielleicht den Frust im Job? Dann sollte man etwas an seinem Job ändern. So etwas wird in den Medien kaum behandelt. Es ist wichtig, ein Bewusstsein darüber zu entwickeln.

Puh, das war ein langes Gespräch. Da ich nicht den Rahmen des Blogs sprengen möchte, beende ich das Thema für heute erst mal. Ich bedanke und verabschiede mich bei den Spirits. Für mich war heute besonders interessant, dass wir Menschen den größten Anteil am Klimawandel haben. Das bedeutet ja auch, dass wir viel Positives dabei bewirken können! Also bei der globalen Klimademo am 20.9. auf jeden Fall dabei sein!

Sind wir schuld am Klimawandel?

Beitragsnavigation


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

17 − 1 =